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100 Tage im Amt

Geschäftsleitung: Torsten Pistor, Katharina Bollig und Joachim Stelzer
03. Juni 2024

geschrieben von:

Jürgen Krauß

Seit Anfang 2024 haben wir ein Dreiergespann in der Geschäftsleitung – mit Katharina ist eine Chief Learning Officer (CLO) hinzugekommen, deren Fokus darauf liegt, persönliche Entwicklung und Weiterentwicklung im Unternehmen voranzutreiben. Nach 100 Tagen im Amt haben wir mal angeklopft und nachgefragt, wie es bisher so lief, wo wir am Anfang von Q2 stehen und wie wohl die nächsten 100 Tage aussehen werden. 

Die wichtigste Frage gleich vorneweg: BRANDAD Development ist ein Unternehmen mit derzeit rund 60 Mitarbeitenden – braucht es da wirklich drei Geschäftsleiter in der Firmenführung? „Die Frage ist durchaus berechtigt“, findet Katharina. „Torsten und ich sind nach wie vor und mit Leib und Seele auch Scrum Master beziehungsweise Agile Coach – wir sind also operativ stark eingebunden. Auf Führungsebene haben wir die Verantwortungsbereiche nach unseren Stärken aufgeteilt und können diese nun sehr intensiv bespielen und dadurch Dinge wirklich vorantreiben.“ Bei Katharina betrifft das hauptsächlich die Bereiche „Lernen“ und „Leben“ unseres devOS, während sich Torsten als Chief Operating Officer eher um „Arbeiten“ und „Wirken“ kümmert. Joachim als Chief Executive Officer komplementiert das Trio und ist einerseits Schnittstelle zum Aufsichtsrat und andererseits an vorderster Front, was den Vertrieb anbelangt. „Was ich an der Dreier-Konstellation besonders schätze“, erklärt Katharina weiter, „ist das gegenseitige Sparring und voneinander Lernen.“ Und damit ist sie ja mittendrin in ihrem täglichen Aufgabengebiet.

Warum wir lernen?

Die meisten von uns gehen deutlich länger als zehn Jahre zur Schule. Eher so an die 20, falls wir Berufsschulen, Fachhochschulen und Universitäten mitzählen. Müsste es dann nicht auch irgendwann mal wieder gut sein mit dem Lernen? Warum ist „lebenslanges Lernen“ nicht nur eine abgedroschene Phrase, die vorzugsweise von Schuldirektorinnen gegenüber den Absolventen bei der Zeugnisübergabe gedroschen wird? Haben wir irgendwann auch mal ausgelernt?

„Wir bieten Teams as a Service als Dienstleistung an, das heißt: Wir vermieten crossfunktionale, eingespielte Software-Entwicklungs­teams auf Projektbasis“, holt Katharina zu einer Antwort auf diese Fragen aus. „Um unsere Zukunftsfähigkeit zu sichern, müssen wir uns permanent den veränderten Technologien, Marktbedingungen und Kundenbedürfnissen anpassen. Daher ist es essenziell, dass wir unser Wissen auf den Ebenen Mensch, Team und Organisation kontinuierlich erweitern und teilen, vor allem aber auch Kompetenz im Tun erwerben. Das kann nur gelingen, wenn selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Lernen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung selbstverständlicher Teil unseres Arbeitsalltags werden.“ Katharina selbst ist in ihrer neuen Rolle der beste Beweis, dass das für uns nicht nur Lippenbekenntnis ist. „Lernen als grundsätzlicher Pfeiler im Betriebssystem unserer Organisation, beschreibt genauso dieses Arbeitsumfeld, für das ich mich täglich einsetze. Wir können eine Organisation schaffen, in der Lernen möglich ist. Jeden Tag.“ Wer sich jetzt innerhalb der Organisation aber zurücklehnt und auf „Lernen? Dafür haben wir doch Katharina!“ ausruht, hat etwas eklatant missverstanden: „Der Schlüssel liegt in uns selbst: Wir müssen Lernen als etwas Alltägliches ansehen, das in unserer eigenen Verantwortung liegt.“

Warum Katharina in der Rolle des CLO für uns perfekt ist

Katharina ist schon seit dem Jahr 2013 bei BRANDAD und hat hier ursprünglich in der Personalabteilung begonnen. Schließlich hat sie den Übergang zu einer lernenden Organisation aktiv mitgestaltet und sorgt nun dafür, dass wir auch unserer Verantwortung bezüglich des IT-Nachwuchses gerecht werden. Schon lange bevor ihr erster offizieller Tag als CLO anstand, hat sie ein ganz besonderes Projekt mit auf den Weg gebracht: Team Detlef.

„Seit Januar haben wir sieben Auszubildende an Board, die in einem selbstorganisierten Team mit Ausbilder mit eigenen Projekten fachlich und persönlich auf die Arbeit in einem Entwicklerteam beim Kunden vorbereitet werden. Parallel dazu unterstützen wir unsere Azubis dabei, ihre Ausbildung bestmöglich abzuschließen.“

Es ist noch etwas zu früh, um zu bewerten, ob Detlef eine Erfolgsgeschichte wird oder einer der vielen unvermeidlichen Fails einer lernenden Organisation (wir hoffen doch sehr auf Ersteres!). Aber wir werden das sicher beizeiten hier nochmal ausgiebig beleuchten. Bis dahin verbleiben wir damit, Katharina noch etwas besser kennenzulernen – indem wir ihr ein paar konkrete Fragen zu ihren ersten 100 Tagen in der neuen Rolle stellen:

  • Was hast du dir leichter vorgestellt? 

„Als Mama von zwei Töchtern, war ich in den letzten 14 Jahren immer in Teilzeit unterwegs und bin mit der Doppelbelastung im Großen und Ganzen recht gut gefahren. Für die neue Rolle habe ich meine Stunden weiter aufgestockt und arbeite auch wieder viel vor Ort, um präsent zu sein. Das habe ich ehrlich gesagt etwas unterschätzt und habe aktuell noch nicht das Gefühl, beide Rollen (Mutter & CLO) bestmöglich unter einen Hut zu bekommen.“ 

  • Was hast du dir schwerer vorgestellt? 

„Den Wechsel von meiner Tätigkeit als Scrum Master und Coach in die Geschäftsleitungsrolle im gleichen Unternehmen.“  

  • Wie lautet dein persönliches Resümee? 

 „Probleme sind Lösungen in Arbeitskleidung.“ 

  • Was hast du in den nächsten 100 Tagen alles vor? 

„Unseren MitarbeiterInnen verstärkt positive Lernerfahrungen durch vielfältige Lernangebote zu ermöglichen. Hier möchte ich unsere bisherigen Lernangebote mit der Organisation reflektieren und neue Lernanagebote auf den Ebenen Mensch, Team, Organisation und auch organisationsübergreifend schaffen und diese besonders an zukünftig benötigte Qualifikationen und Fähigkeiten ausrichten. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie wir diese eigentlich definieren. Genau das wird auch ein Thema für meine nächsten 100 Tage sein. Des Weiteren steht im Juli unsere zweite DevCon, eine Plattform um von und miteinander zu Lernen und zu Netzwerken an, die organisiert werden möchte.

Falls ihr das hier noch vor Juli 2024 lest, habt ihr die nicht alltägliche Chance, Katharina persönlich kennenzulernen: Im Rahmen des Nürnberg Digitalfestival 2024 wird sie einen Feedback-Workshop anbieten – und hier geht es direkt zur Anmeldung.